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Zum ersten Mal unsichtbar wurde ich an meinem zwlften Geburtstag. Eigentlich war Whitey ja an allem schuld. Whitey ist mein Hund. Er ist nur so ein Kter, zur Hlfte Terrier, zur Hlfte alles mgliche. Er ist vollkommen schwarz, deswegen haben wir ihn auf den Namen Whitey getauft, logo. Htte Whitey nicht auf dem Speicher herumgeschnffelt ... Aber am besten springe ich wohl ein Stck zurck und beginne mit dem Anfang. Mein Geburtstag fiel auf einen verregneten Samstag. Einige Minuten bevor die Kinder zu meiner Geburtstagsparty eintrudeln sollten, machte ich mich fertig. Mich fertigmachen bedeutete: Ich kmmte meine Haare. Mein Bruder zieht mich deshalb immer auf. Er nervt mich jedesmal frchterlich, wenn ich vor dem Spiegel stehe und mein Haar ordentlich kmme. Ganz zufllig habe ich nun einmal tolle Haare. Sie sind ziemlich fest, von leuchtendgoldbrauner Farbe und ein bichen gewellt. Sie sind mein ganzer Stolz, deshalb mchte ich einfach, da sie gut liegen. Auerdem habe ich recht groe Ohren, die ganz schn abstehen. Deshalb mu ich sicher sein knnen, da meine Haare meine Ohren verdecken. Das ist wichtig. Max, hintenrum sind sie verwurstelt, sagte Lefty, mein Bruder, der hinter mir stand, whrend ich vor dem Spiegel in der Eingangshalle meine Frisur begutachtete. In Wirklichkeit heit er Noah, aber ich nenne ihn Lefty, weil er der einzige Linkshnder in unserer Familie ist. Lefty warf seinen Softball hoch und fing ihn mit der linken Hand auf. Er wute, da er seinen Softball im Haus nicht herumwerfen sollte, aber er machte es trotzdem immer wieder. Lefty ist zwei Jahre jnger als ich. Er ist kein bler Bursche, aber er hat zuviel Energie. Stndig mu er einen Ball herumwerfen, mit den Hnden auf den Tisch trommeln, auf irgend etwas klopfen, herumrennen, hinfallen, irgendwo anecken oder mit mir raufen. Du weit bestimmt, was ich meine. Papa sagt, er htte Ameisen in der Hose. Das ist zwar ein dmlicher Ausdruck, aber er beschreibt meinen Bruder ganz gut. Ich drehte mich um und verrenkte mir den Hals, um meine Haare von hinten sehen zu knnen. Sie sind nicht verwurstelt, du Lgner, sagte ich. Pa auf! rief Lefty und warf mir den Softball zu. Ich griff danach, erwischte ihn aber nicht. Knapp unter dem Spiegel prallte er mit einem lauten Plop gegen die Wand. Lefty und ich hielten den Atem an und warteten, ob Mama das Gerusch gehrt hatte. Hatte sie aber nicht. Wahrscheinlich war sie in der Kche mit meiner Geburtstagstorte beschftigt. Das war doof, flsterte ich Lefty zu. Du httest fast den Spiegel zerbrochen. Selber doof, sagte er. Typisch. Warum lernst du nicht endlich, mit der rechten Hand zu werfen? Dann knnte ich ihn vielleicht ab und zu fangen, sagte ich zu ihm. Ich zog ihn gern damit auf, da er Linkshnder war, weil er das wirklich hate. Du stinkst, sagte er und hob den Softball auf. Daran war ich gewhnt. Er sagte das hundertmal am Tag. Vielleicht hielt er das fr clever oder so. Fr einen Zehnjhrigen ist er ganz gut drauf, aber er hat keinen allzu groen Wortschatz. Deine Ohren gucken raus, sagte er. Ich wute, da er log. Gerade wollte ich antworten, da ertnte die Trklingel. Beide rasten wir den engen Gang entlang zur Haustr. He, das ist meine Party! rief ich ihm zu. Aber Lefty war als erster an der Tr und ri sie auf. Zack, mein bester Freund, hatte es eilig, ins Haus zu kommen. Drauen fing es gerade an, wie aus Kbeln zu gieen, und er war schon klatschna. Er berreichte mir ein in Silberpapier gewickeltes Geschenk, von dem Regentropfen herunterliefen. Es sind ein paar Comics, sagte er. Ich habe sie schon gelesen. X-Force ist ziemlich cool. Danke, sagte ich. Sie sehen gar nicht mal so na aus. Lefty ri mir das Geschenk aus der Hand und rannte damit ins Wohnzimmer. Mach's blo nicht auf! rief ich ihm nach. Er sagte, er wolle nur damit anfangen, einen Geschenkstapel aufzuschichten. Zack nahm seine Red-Sox-Mtze ab, und ich warf einen Blick auf seine neue Frisur. Wow! Du siehst ... anders aus, sagte ich und bestaunte sein neues Aus- sehen. Seine schwarzen Haare waren auf der linken Seite und im Nacken ziemlich kurz rasiert. Die brigen waren lang geblieben und gerade zur rechten Seite gebrstet. Hast du Mdchen eingeladen, fragte er mich, oder kommen nur Jungs? Ein paar Mdchen kommen, antwortete ich ihm. Julia und Miriam. Und vielleicht Debra, meine Cousine. Ich wute, da er Debra mochte. Er nickte nachdenklich. Zack hat ein ziemlich ernstes Gesicht. Seine kleinen blauen Augen scheinen immer ganz weit in die Ferne zu blicken, so als ob er grndlich ber irgend etwas nachdenken wrde. Als wre er richtig weggetreten. Er ist ein ziemlich intensiver Typ. Nicht etwa nervs. Nur angespannt eben. Und sehr ehrgeizig. Er mu immer und berall gewinnen. Schafft er mal nur den zweiten Platz, wird er stinksauer und fngt an, nach den Mbeln zu treten. Die Sorte kennst du sicher. Was werden wir anstellen? fragte Zack und schttelte das Wasser von seiner Red-Sox-Kappe. Ich zuckte mit den Schultern. Wir sollten eigentlich hinters Haus gehen. Papa hat dort heute frh das Volleyballnetz aufgespannt. Aber das war, bevor es zu regnen anfing. Ich hab' ein paar Videos ausgeliehen. Die knnten wir uns ansehen. Es schellte an der Tr. Lefty erschien wie aus dem Nichts auf der Bildflche, schob Zack und mich zur Seite und dste zur Tr. Ach, du bist's, hrte ich ihn sagen. Danke fr die freundliche Begrung. Ich erkannte Julias Piepsstimme. Manche Kinder nennen Julia wegen dieser Stimme Maus, auch weil sie so klein wie eine Maus ist. Sie hat kurzes, glattes blondes Haar, und ich finde sie nett, aber natrlich wrde ich das niemandem sagen. Knnen wir reinkommen? Das war Miriams Stimme. Miriam ist das andere Mdchen aus unserer Clique. Sie hat schwarze Locken und dunkle, traurige Augen. Ich dachte immer, sie wre wirklich traurig, bis ich herausfand, da sie einfach nur schchtern ist. Die Party findet morgen statt, hrte ich Lefty zu ihnen sagen. Was? riefen beide Mdchen berrascht. Nein, stimmt gar nicht, schrie ich. Dann ging ich zur Haustr und stie Lefty zur Seite. Ich ffnete die Tr so weit, da Julia und Miriam hereinkommen konnten. Ihr kennt doch Leftys kleine Scherze, sagte ich und drckte meinen Bruder gegen die Wand. Lefty ist ein kleiner Scherz, meinte Julia. Du bist doof, erklrte ihr Lefty. Ich drckte ihn noch heftiger gegen die Wand und lehnte mich mit meinem ganzen Gewicht auf ihn drauf. Doch er tauchte nach unten weg und flitzte davon. Herzlichen Glckwunsch zum Geburtstag, sagte Miriam und schttelte den Regen aus ihren Locken. Sie berreichte mir ein in Weihnachtspapier eingewickeltes Geschenk. Es war das einzige Papier, das wir hatten, erklrte sie mir, als sie sah, wie verblfft ich darauf starrte. Gleichfalls - frhliche Weihnachten, scherzte ich. Das Pckchen fhlte sich nach einer CD an. Ich habe dein Geschenk vergessen, sagte Julia. Was ist es denn? fragte ich, als ich den Mdchen ins Wohnzimmer folgte. Keine Ahnung. Ich hab' es noch gar nicht gekauft. Lefty ri mir Miriams Geschenk aus der Hand und lief los, um es in einer Ecke hinter der Couch zu Zacks Geschenk dazuzulegen. Julia lie sich auf das weie Ledersofa vor dem Wohnzimmersessel plumpsen. Miriam stand am Fenster und starrte hinaus in den Regen. Wir wollen Hot dogs grillen, sagte ich. Die werden ja heute schn klitschig werden, erwiderte Miriam. Lefty stand hinter der Couch und lie seinen Softball in einer Hand springen. Du wirst noch die Lampe zerdeppern, warnte ich ihn. Er ignorierte mich - natrlich. Wer kommt noch? fragte Julia. Bevor ich antworten konnte, lutete die Trglocke schon wieder. Lefty und ich rannten zur Tr. Er stolperte ber seine eigenen Fe und rutschte, auf dem Bauch liegend, den Flur hinunter. Typisch. Gegen halb drei waren alle da, insgesamt fnfzehn Kinder, und die Party ging los. Na ja, eigentlich fing sie gar nicht richtig an, weil wir uns nicht entscheiden konnten, was wir tun sollten. Ich wollte gern das Terminator-Video ansehen, das ich ausgeliehen hatte. Aber die Mdchen wollten Gummitwist spielen. Es ist mein Geburtstag! Darauf bestand ich. Also schlssen wir einen Kompromi. Zunchst spielten wir Gummitwist. Und dann sahen wir uns ein Stck des Terminator-Videos an, bis es Zeit zum Essen war. Es war eine ganz gelungene Party. Ich glaube, alle haben sich blendend unterhalten. Sogar Miriam schien es Spa zu machen. Normalerweise war sie auf Parties immer still und wirkte nervs. Lefty verschttete seine Cola und a sein Stck vom Geburtstags-Schokoladenkuchen mit den Hnden, weil er meinte, das sei witzig. Blo gut, da er das einzige Tier in unserem Kreis war. Ich sagte ihm, er wre nur aus einem einzigen Grund eingeladen worden: weil er zur Familie gehrte und wir ihn nirgendwo anders hatten unterbringen knnen. Zur Antwort ri er seinen Mund sperrangelweit auf, so da alle den durchgekauten Schokoladenkuchen darin sehen konnten. Nachdem ich meine Geschenke geffnet hatte, schaltete ich das Terminator-Video wieder an. Doch da begannen alle aufzubrechen. Das mu so um fnf Uhr herum gewesen sein. Drauen war es stockdunkel, und der Sturm tobte noch immer ums Haus. Meine Eltern kmmerten sich in der Kche um den Splkram. Julia und Miriam waren die einzigen, die noch geblieben waren. Julias Mutter sollte sie abholen. Aber sie rief an und sagte, da es ein bichen spter werden wrde. Whitey stand am Wohnzimmerfenster und bellte sich die Seele aus dem Leib. Ich schaute hinaus, konnte aber niemanden sehen. So packte ich ihn mit beiden Hnden und zerrte ihn mit aller Kraft vom Fenster weg. Am besten wir gehen in mein Zimmer hinauf, schlug ich vor, als ich den duligen Hund endlich zum Schweigen gebracht hatte. Ich habe ein neues Super-Nintendo-Spiel, das ich gern ausprobieren mchte. Julia und Miriam folgten mir gern die Treppen nach oben. Sie mochten den Terminator nicht besonders, was wei ich, warum. Im Flur in der ersten Etage war es stockdunkel. Ich drckte den Lichtschalter, aber die Deckenlampe ging nicht an. Die Birne mu durchgebrannt sein, stellte ich fest. Mein Zimmer befand sich am Ende des Flures. Wir tasteten uns langsam durch die Dunkelheit voran. Ist ganz schn unheimlich hier, flsterte Miriam. In diesem Moment klappte die Tr des Wscheschrankes auf, und mit einem ohrenbetubenden Heulen sprang eine dunkle Gestalt auf uns zu. ~2. Die Mdchen brllten vor Entsetzen los. Das heulende Wesen packte mich um die Hfte und rang mich zu Boden. Lefty - la das! schrie ich stinksauer. Du bist nicht komisch! Er lachte wie ein Verrckter und hielt sich wohl fr besonders witzig. Ich hab'dich! rief er. Ich hab'dich gekriegt! Wir sind berhaupt nicht erschrocken, beteuerte Julia. War doch klar, da du das bist. So, warum habt ihr denn dann geschrien? wollte Lefty wissen. Darauf wute Julia keine Antwort. Ich schubste ihn von mir herunter und kam wieder auf die Fe. Das war echt bld, Lefty. Wie lange hast du denn im Wscheschrank gewartet? fragte Miriam. Ziemlich lange, antwortete ihr Lefty. Er wollte sich gerade hochrappeln, da kam Whitey angesaust und begann wie ein Wilder, sein Gesicht abzulecken. Das kitzelte so, da Lefty vor lauter Lachen auf den Rcken plumpste. Whitey hast du auch erschreckt, sagte ich. Nein, hab' ich nicht. Whitey ist viel cleverer als ihr, Leute. Lefty schob Whitey von sich weg. Whitey schnffelte an der Tr am anderen Ende des Flures herum. Wohin fhrt diese Tr, Max? fragte Julia. Zum Speicher, antwortete ich. Ihr habt einen Speicher? rief Julia so begeistert, als wre das eine Riesensache. Was ist da oben? Ich liebe Dachbden! Was? Ich warf ihr durch die Dunkelheit einen verblfften Blick zu. Manchmal sind Mdchen doch ganz schn sonderbar. Ich meine, wie kann jemand Dachbden lieben? Nur eine Menge Trdel, den meine Groeltern zurckgelassen haben, erklrte ich ihr. Dieses Haus gehrte frher ihnen. Mama und Papa haben eine Menge von dem Krempel der beiden dahinauf geschafft. Wir gehen so gut wie nie da rauf. Knnen wir hochgehen und uns ein bichen umsehen? fragte Julia. Sicher, antwortete ich. Aber glaub blo nicht, es gbe da etwas Aufregendes zu entdecken. Ich liebe alten Plunder, stellte Julia fest. Aber es ist so dunkel..., sagte Miriam leise. Ich glaube, sie hatte ein bichen Angst. Ich ffnete die Tr und fummelte drinnen nach dem Lichtschalter. Oben auf dem Speicher ging eine Lampe an der Decke an. Sie warf ein fahles, gelbliches Licht auf uns herunter, als wir ber die steilen Holzstufen nach oben sphten. Siehst du? Da oben gibt es Licht, sagte ich zu Miriam. Ich begann die Stufen hochzusteigen. Sie knarrten unter meinen Turnschuhen. Mein Schatten zog sich ewig in die Lnge. Kommt ihr? Julias Mama mu jeden Augenblick hier sein, meinte Miriam. Wir gehen nur fr eine Sekunde hoch, sagte Julia. Sie gab Miriam einen freundlichen Stups. Komm schon. Whitey trottete hinter uns her die Treppe hinauf. Er wedelte aufgeregt mit dem Schwanz, und seine Krallen verursachten laute klickende Gerusche auf den hlzernen Stufen. Etwa auf halbem Weg nach oben wurde die Luft hei und trocken. Auf der obersten Stufe blieb ich stehen und sah mich um. Der Speicher dehnte sich nach beiden Seiten aus. Der langgestreckte Raum war vollgestopft mit alten Mbeln, Pappkartons, ausgedienten Klamotten, Angelruten, Stapeln vergilbter Zeitschriften - allem mglichen Trdel eben. Oh, riecht das hier modrig, sagte Julia, die sich an mir vorbeischob und sich ein paar Schritte in den riesigen Raum hineinwagte. Sie nahm einen tiefen Atemzug. Ich liebe diesen Geruch! Keine Frage, du bist plemplem, versicherte ich ihr. Der Regen prasselte laut aufs Dach. Das Gerusch hallte in dem niedrigen Raum wider und verursachte ein endloses Rauschen. Es hrte sich so an, als wrden wir direkt unter einem Wasserfall stehen. Alle vier liefen und stberten wir herum. Lefty schleuderte stndig seinen Softball gegen die Deckenbalken und fing ihn auf, wenn er wieder herunterkam. Ich bemerkte, da Miriam immer in Julias Nhe blieb. Whitey schnffelte wie verrckt an der Wand entlang. Glaubt ihr, da es hier oben Muse gibt? fragte Lefty und setzte ein teuflisches Grinsen auf. Ich sah, wie Miriams Augen riesengro wurden. Groe, fette Muse, die gern an Mdchenbeinen hochklettern? setzte Lefty noch einen drauf. Mein kindischer Bruder hat wirklich einen groartigen Humor. Knnten wir jetzt gehen? fragte Miriam voller Ungeduld. Sie schob sich zielstrebig zur Treppe zurck. Guckt euch blo mal diese alten Zeitschriften an, rief Julia, ohne Miriam zu beachten. Sie hob eine davon hoch und fing an, darin zu blttern. Seht euch das an. Die Klamotten, die die Models hier anhaben, sind echt zum Musemelken! He - was macht Whitey denn da? fragte Lefty pltzlich. Ich folgte seinem Blick zu der gegenberliegenden Wand. Hinter einen groen Stapel Pappkartons konnte ich Whiteys Schwanz wedeln sehen. Und ich hrte, da er wie wild an etwas herumkratzte. Whitey - hierher! befahl ich ihm. Natrlich dachte er gar nicht daran, mir zu folgen. Statt dessen begann er nur noch heftiger zu kratzen. Whitey, woran kratzt du denn da herum? Wahrscheinlich zerlegt er eine Maus, meinte Lefty. Mir reicht's! rief Miriam. Whitey? schrie ich. Um einen alten Etisch herum bahnte ich mir meinen Weg ber den vollgestopften Speicher. Nun sah ich, da Whitey an der Schwelle einer Tr kratzte. Hey, seht mal, rief ich den anderen zu. Whitey hat eine verborgene Tr gefunden. Cool! rief Julia und kam angelaufen. Lefty und Miriam waren ihr dicht auf den Fersen. Ich wute gar nicht, da es die hier gibt, sagte ich. Die mssen wir untersuchen, drngte Julia. Sehen wir nach, was dahinter ist. Und das war genau der Moment, als der ganze rger losging. Bestimmt kannst du nun verstehen, warum ich behaupte, Whitey war an allem schuld? Htte der dulige Hund nicht an der Stelle herumgeschnffelt und gekratzt, htten wir den verborgenen Speicherraum bestimmt berhaupt nicht gefunden. Und wir htten niemals das aufregende - und schreckliche - Geheimnis hinter dieser Holztr entdeckt. ~3. Whitey! Ich kniete mich nieder und zog den Hund von der Tr weg. Was ist denn blo mit dir, Kleiner? Kaum hatte ich ihn weggezogen, verlor Whitey jegliches Interesse an der Tr. Er trottete davon und schnupperte in einer anderen Ecke herum. Er hat noch weniger Ausdauer als unsereins. Das wird wohl der Unterschied zwischen Hunden und Menschen sein. Es go noch immer in Strmen, und ber unseren Kpfen rauschte es laut. Ich konnte den Wind um die Ecken des Hauses pfeifen hren. Das war ein ausgewachsener Frhlingssturm. An der Tr befand sich auf halber Hhe eine verrostete Klinke. Sie lie sich leicht bewegen, und die verzogene Holztr ging auf, noch bevor ich daran gezogen hatte. Die Trangeln quietschten, als ich die Tr aufzog. Dahinter war nichts zu erkennen. Es herrschte vllige Dunkelheit. Noch bevor ich die Tr zur Hlfte geffnet hatte, schlpfte Lefty unter mir durch und scho in den dunklen Raum hinein. Eine Leiche! kreischte er. Neeiinn! quiekten Miriam und Julia voller Entsetzen. Aber ich kannte doch Leftys schrillen Humor. Netter Versuch, Lefty, sagte ich und folgte ihm durch die Tr. Natrlich alberte er nur herum. Ich befand mich in einem kleinen, fensterlosen Raum. Das einzige Licht kam von der fahlen gelblichen Deckenlampe hinter uns in der Mitte des Speichers. Mach die Tr ganz auf, damit Licht herein- kommt, wies ich Julia an. Ich kann hier absolut nichts sehen. Julia ffnete die Tr ganz und schob einen Karton davor, damit sie nicht zufallen konnte. Dann schlichen sie und Miriam herein und gesellten sich zu uns. Fr einen Schrank ist es zu gro߫, sagte Julia, und ihre Stimme klang noch piepsiger als sonst. Also, was ist es dann? Nur so ein Raum eben, nehme ich an, sagte ich, whrend ich noch immer darauf wartete, da sich meine Augen an das schwache Licht gewhnten. Ich machte einen weiteren Schritt in das Zimmer hinein. Und whrend ich das tat, kam eine dunkle Gestalt auf mich zu. Ich schrie und sprang zurck. Die andere Peson sprang ebenfalls zurck. Das ist ein Spiegel, Doofmann! sagte Lefty und fing zu lachen an. Einen Augenblick spter lachten wir alle vier. Ein nervses, schrilles Lachen. Vor uns stand wirklich ein Spiegel. In dem fahlen gelblichen Licht, das in den kleinen viereckigen Raum sickerte, konnte ich ihn jetzt klar erkennen. Es war ein riesiger, rechteckiger Spiegel, einen guten halben Meter grer als ich, in einem dunklen Holzrahmen. Er stand auf einem hlzernen Sockel. Ich ging etwas nher heran, und mein Spiegelbild bewegte sich wieder auf mich zu, um mich zu begren. Zu meiner berraschung war das Spiegelbild vllig klar. Kein Staub auf dem Glas, obwohl seit einer Ewigkeit keiner mehr hier gewesen war. Ich stellte mich dicht vor den Spiegel und begutachtete meine Frisur. Dafr sind Spiegel doch da, oder nicht? Wer wrde in ein Zimmer nichts als einen Spiegel stellen? fragte Julia. Ich konnte ihr dunkles Abbild ein paar Schritte hinter mir im Spiegel sehen. Vielleicht ist es in wertvolles Mbelstck, sagte ich und holte den Kamm aus meiner Jeanstasche heraus. Versteht ihr? Eine Antiquitt. Haben deine Eltern ihn hier raufgebracht? wollte Julia wissen. Keine Ahnung, antwortete ich. Vielleicht gehrte er meinen Groeltern. Ich hab' wirklich keinen blassen Schimmer. Ich fuhr mir ein paarmal mit dem Kamm durch die Haare. Knnen wir jetzt gehen? Das hier ist nicht gerade umwerfend, meinte Miriam. Sie drckte sich noch immer unentschlossen an der Tr herum. Vielleicht ist es ein Zerrspiegel, meinte Lefty, schob mich zur Seite und schnitt Grimassen in den Spiegel, sein Gesicht nur ein paar Zentimeter vom Glas entfernt. Wit ihr, einer dieser Kirmesspiegel, in denen dein Krper aussieht wie ein Ei. Du bist auch so schon wie ein Ei geformt, bemerkte ich und schob ihn zur Seite. Zumindest dein Kopf. Und du bist ein verfaultes Ei, schnauzte er zurck. Du stinkst. Ich starrte in den Spiegel. Ich sah vllig normal aus, nicht im geringsten verzerrt. He, Miriam, komm herein, drngte ich sie. Du hltst fast das ganze Licht ab. Knnen wir nicht einfach verschwinden? quengelte sie. Zgernd bewegte sie sich vom Eingang fort und machte ein paar kleine Schritte in den Raum hinein. Wen kmmert schon ein alter Spiegel? Guckt mal, sagte ich und zeigte mit dem Finger nach oben. Ich hatte eine Lampe entdeckt, die am Spiegelrahmen angebracht war. Sie hatte eine ovale Form und war aus Messing oder einem hnlichen Metall gemacht. Die Glhbirne war lang und dnn, fast wie eine Neonrhre, nur krzer. Ich starrte darauf und versuchte sie im dmmrigen Licht nher zu untersuchen. Wrde mich brennend interessieren, wie man die einschaltet. Da hngt eine Kette, sagte Julia und stellte sich neben mich. Tatschlich, von der rechten Seite der Lampe baumelte eine dnne Kette herab, die einen guten halben Meter vom oberen Ende des Spiegels herabhing. Ob die funktioniert? berlegte ich laut. Die Birne ist bestimmt hinber, vermutete Lefty. Guter alter Lefty. Immer ein Optimist. Es gibt nur eine Mglichkeit, es herauszufinden, sagte ich. Ich stellte mich auf Zehenspitzen und streckte meine Hand nach der Kette aus. Sei vorsichtig! warnte mich Miriam. Wieso? Es ist doch nur eine Lampe, gab ich zurck. Berhmte letzte Worte. Ich grapschte danach. Daneben. Noch ein Versuch. Beim zweiten Mal klappte es. Ich erwischte die Kette und zog daran. Grell wie ein Blitz flammte das Licht auf. Dann wurde es gedmpfter, und die Lampe verbreitete normales Licht. Sehr weies Licht, das sich hell im Spiegel brach. So ist es besser! stellte ich fest. Es leuchtet den ganzen Raum aus. Ganz schn hell, was? Niemand sagte irgend etwas. Ich sagte, ganz schn hell, was? Meine Begleiter schwiegen noch immer. Ich drehte mich um und war berrascht ber die entsetzten Mienen, die die drei aufgesetzt hatten. Max? brllte Lefty und starrte mich an, da ihm die Augen fast aus dem Kopf fielen. Max - wo bist du? schrie Julia. Sie wandte sich an Miriam. Wo ist er hingegangen? Ich stehe direkt hier, erklrte ich. Ich habe mich nicht bewegt. Aber wir knnen dich nicht sehen! heulte Miriam. ~4. Alle drei starrten in meine Richtung, die Augen weit aufgerissen, und der Schrecken stand ihnen noch immer ins Gesicht geschrieben. Mir war klar, da sie mich zum besten hielten. Jetzt mal halblang, Leute, sagte ich. Ich bin nicht so doof, wie ich aussehe. Null Chance! Auf euren dmlichen Spa fall' ich nicht rein. Aber, Max... Lefty lie nicht locker. Wir meinen es ernst! wiederholte Julia. Doof, doof, doof. Pltzlich begann das Licht, in meinen Augen zu schmerzen. Es schien heller zu werden. Es schien mir genau ins Gesicht. Ich schirmte mit der einen Hand meine Augen ab, griff mit der anderen nach oben und zog an der Kette. Die Lampe erlosch, doch der weie Glanz blieb zurck. Ich versuchte ihn wegzublinzeln, aber vor meinen Augen flimmerten noch immer groe helle Flecken. He - jetzt bist du wieder da! schrie Lefty. Er machte einen Schritt auf mich zu, packte meinen Arm und drckte ihn, als wollte er prfen, ob ich auch echt war. Was soll denn das? platzte ich heraus. Langsam begann ich sauer zu werden. Ich bin auf euren blden Joke nicht hereingefallen, Lefty. Also warum hrst du nicht auf damit? Zu meinem Erstaunen wich Lefty nicht zurck. Er hielt meinen Arm fest, als htte er Angst, ihn loszulassen. Wir haben dich nicht verkohlt, Max, beteuerte Julia mit gesenkter Stimme. Wir konnten dich wirklich nicht sehen. Es mu das Licht im Spiegel gewesen sein, meinte Miriam. Sie stand dicht neben der Tr an die Wand gepret. Es war so hell. Ich glaube, es war nur eine optische Tuschung oder so was. Das war keine optische Tuschung, versicherte ihr Julia. Ich stand direkt neben Max, und ich konnte ihn nicht sehen. Er war unsichtbar, fgte Lefty feierlich hinzu. Ich lachte. Ihr versucht doch nur, mir Angst einzujagen, sagte ich. Und es wre euch fast gelungen! Du hast uns erschreckt! beharrte Lefty. Er lie meinen Arm los und marschierte zum Spiegel. Ich folgte seinem Blick. Da bin ich, sagte ich und deutete auf mein Spiegelbild. Hinten an meinem Kopf stand eine Haarstrhne heraus. Ich schob sie sorgfltig zurck. Kommt, verschwinden wir, quengelte Miriam. Lefty begann seinen Softball in die Hhe zu werfen. Dabei beobachtete er sich selbst im Spiegel. Julia ging um den Spiegel herum zur Rckseite. Hier ist es zu dunkel. Ich kann nichts sehen, sagte sie. Sie kam wieder nach vorn und starrte auf die ovale Lampe an der oberen Kante. Du bist verschwunden, als du die Kette an der Lampe gezogen hast. Du meinst es wirklich ernst, oder? sagte ich. Langsam begann ich zu glauben, da sie mich nicht verulkten. Du warst unsichtbar, Max, sagte Julia. Ehrenwort. Du warst verschwunden. Sie hat recht, besttigte Lefty, warf seinen Softball hoch, fing ihn wieder und bewunderte dabei seine Haltung im Spiegel. Es war nur eine optische Tuschung. Miriam lie nicht locker. Warum macht ihr alle blo soviel Wind darum? War es nicht! beharrte Julia. Er hat die Lampe angeknipst. Daraufhin ist er in einem Blitz verschwunden, stellte Lefty fest. Er lie den Softball fallen. Der ploppte auf dem Holzboden auf und kullerte hinter den Spiegel. Lefty zgerte ein paar Sekunden lang. Dann zog er los, um den Ball in der Dunkelheit zu suchen. Einen Moment spter kam er zurckgelaufen. Du warst echt unsichtbar, Max, sagte er. Wirklich, setzte Julia hinzu und blickte mich mit ernstem Gesicht an. Beweist es, schlug ich vor. Gehen wir doch, drngte Miriam. Sie war zur Tr zurckgewichen und stand nun halb drinnen und halb drauen. Was meinst du mit >beweist es